Pödeldorf, den 03.08.2020

  

 

Situation in Ecuador aufgrund der Corona-Pandemie

 

 

Liebe Spenderinnen und Spender,

 

die Corona-Pandemie trifft die Menschen in Ecuador wie in anderen armen Ländern besonders hart. Schwester Lenka hat uns dazu berichtet:

 

„ Covid 19" hat das Land zerstört. Die Menschen haben ihre Arbeit verloren, ihre Wohnung und zum Teil auch ihr Leben. In diesen Tagen sind hoffnungslose Menschen ohne Genehmigung auf den Straßen, die Polizei schickt sie in ihre Häuser zurück, aber sie sagen, es ist besser am Virus zu sterben als zu verhungern. Es gelten noch immer sehr strenge Restriktionen.

 

Die Regierung hat auch unseren Kindergarten geschlossen, voraussichtlich bis Januar 2021, deswegen haben wir die Arbeit folgendermaßen aufgeteilt. Susanna und Elsa (für die wir das Gehalt finanzieren) arbeiten in der Einrichtung (von Schwester Lenka) in Oyacoto. Dort leben 16 Waisenkinder. Elsa betreut die kleineren Kinder, Susanna arbeitet mit den Größeren. Das Essensgeld verwenden wir für Essenspakete, welche die Familien der Kindergartenkinder bekommen, die Waisenkinder und die Schwestern werden versorgt, der Rest wird in Überlebenspakete für die ärmsten Ureinwohner von Oyacoto investiert.

 

Lieber Helmut und liebe Spender, wir bedanken uns sehr herzlich für die Hilfe, die ihr uns für die ärmsten Menschen in Ecuador entgegenbringt. Sie haben fast alles verloren in dieser Viruszeit. Viele Familien wissen nicht, wie sie den nächsten Tag ohne Essen leben sollen, sie erhalten kein Geld und können nicht einmal Brot kaufen. Wir Ordensschwestern gehen in dieser Zeit von Haus zu Haus um zu schauen, wer am allernötigsten Hilfe braucht. Die wirklich Armen kommen nicht und bitten, wir müssen sie aufsuchen.

 

Eure Hilfe bedeutet auch: Hilfe zum Überleben. Vielen Dank für eure Großzügigkeit, für eure selbstlose Liebe und Güte. Wir bitten Gott jeden Tag für euch - für eine reichliche Wiedergutmachung hier auf Erden und im Himmel.“

 

Wir haben am 23.06.2020 wegen der veränderten Situation in unserem Kindergarten eine außerordentliche Mitgliederversammlung abgehalten, um die Lage und unsere weitere Vorgehensweise zu besprechen.

 

Da von unseren Spendengeldern weiterhin die Gehälter für Susanna und Elsa bezahlt werden, sind sie und ihre Familien von der Arbeitslosigkeit verschont geblieben. Sobald der Betrieb des Kindergartens wieder erlaubt ist, können sie dort eingesetzt werden.

 

Aufgrund der von Schwester Lenka geschilderten Notlage haben wir diskutiert, ob wir sie und ihre Arbeit mit zusätzlichen finanziellen Zuwendungen unterstützen können und beschlossen, dass wir für den Zeitraum von Juli bis Dezember 2020 pro Monat weitere 500 US-Dollar zur Verfügung stellen. Schwester Lenka kann damit die Essenspakete finanzieren.

 

Falls sich die Situation im Januar nicht verändert, stimmen wir uns nochmals über eine Verlängerung dieser zusätzlichen Hilfsmaßnahme ab.

 

Liebe Spenderinnen und Spender, wir hoffen, dass Sie unser Projekt auch weiterhin unterstützen, um so die Not in den Armenvierteln zu lindern und bedanken uns für jeden Beitrag, den Sie leisten. Wir wünschen Ihnen, dass Sie gesund und ohne Not durch diese Krise kommen.